Sprachförderung in Kindergärten
Die Stiftung förderte in den Jahren 2006 und 2007 jeweils mit 5.000 € die Sprachförderung in evangelischen Kindergärten. Der Kirchenkreis Gifhorn spielte hier eine Vorreiterrolle. Seit mehreren Jahren schon fördert eine Heilpädagogin mit Schwerpunkt Sprache (Barbara Buchmüller, siehe Foto) die Kinder in Kleingruppen. Sie macht mit ihnen Übungen zum Beispiel gegen Lispeln und Stottern. Durch diese Arbeit wird auch das Bewusstsein unter den Erzieherinnen und in der Elternschaft für die kindliche Sprachentwicklung gestärkt.
   
  Sang und Klang im Kindergarten
Musik wirkt sich positiv auf die Intelligenz-Entwicklung und das Sozialverhalten von Kindern aus. Doch leider spielt Erziehung mit Musik in vielen Familien keine Rolle mehr. Auch den Erzieherinnen in den Kindertagesstätten fehlt oft die Ausbildung, bei den Kindern die Liebe zur Musik zu wecken.

Diese Situation möchte die Stiftung "Zeit-Stiften" mit dem Projekt "Sang und Klang im Kindergarten" ändern. In Kooperation mit der Kreismusikschule Gifhorn soll die Erziehung mit Musik in den Kindergärten neu belebt werden.

20 Wochen kommen jeweils einmal in der Woche Musikpädagoginnen in die sieben Kindertagesstätten des Kirchenkreises Gifhorn. Sie singen und musizieren mit einer Kindergruppe und ihren Erzieherinnen. So werden die Erzieherinnen qualifiziert. Nach einigen Wochen übernehmen sie unter Anleitung der Musikpädagoginnen die musikalischen Einheiten.
Nach zwanzig Wochen sollen die Erzieherinnen "Sang und Klang" in ihrer Einrichtung selbständig fortsetzen. Zusätzlich kommen die Erzieherinnen für sechs Abendstunden in die Kreismusikschule. In einer grundlegenden Einführung erlernen sie Rhythmik, Singen und Orffsche Instrumente.
   
  Ehrenamtliche Krankenhausseelsorge
Im Gifhorner Kreiskrankenhaus machen sechs Ehrenamtliche wöchentlich jeweils auf einer festen Station Seelsorgebesuche. Begleitet wird die Arbeit durch die hauptamtliche Krankenhausseelsorgerin Pastorin Christel Gades in regelmäßig stattfindenden Gruppensitzungen. „Zeit-Stiften“ hat wiederholt die Fortbildung dieser Ehrenamtlichen gefördert. Behandelt wurden die seelsorgerliche Gesprächsführung,  Auseinandersetzung mit dem Krankenhaus als Institution und die Reflexion der eigenen Glaubens- und Lebenseinstellung im Zusammenhang mit Krisenerfahrungen.
   
  Projekt gegen Lese- und Rechtschreibschwäche
Die Rektorin der Gebrüder-Grimm-Schule Dörte Gollin wandte sich mit einem Hilferuf an „Zeit-Stiften“: An der Grundschule hatten etliche Kinder eine Lese- und Rechtschreibschwäche. Die Stiftung initiierte ein Förderprojekt zusammen mit der Jugendhilfe Rischborn der Diakonischen Heime Kästorf. Die Projektkosten für das Schuljahr 2006/2007 betrugen 10.000 Euro. Der Betrag wurde von „Zeit-Stiften“ und dem Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg aufgebracht. Für letzteren überreichte Präsident Lawrence Guntner im April 2007 eine Spende von 2.500 Euro (Foto links).
 
An der Gebrüder-Grimm-Schule therapierte die Psychologin Susanne Wiedau aus Gifhorn 20 Kinder mit Lese- und Rechtschreibschwäche. Sie trafen sich an zwei Nachmittagen in der Woche in Kleingruppen für 45 Minuten. Schulleiterin Dörte Gollin sagt: „Es ist erstaunlich, wie gern die Kinder nachmittags nochmals in die Schule kamen. Bei vielen ist eine deutliche Besserung eingetreten.“ Die Kinder lernten nicht nur Rechtschreibregeln, sondern auch Lerntechniken; ferner wurden sie gestärkt, um mit ihrer Schwäche selbstbewusst umzugehen; im Anschluss an die Förderstunden war Zeit für Elterngespräche.
 
Das Projekt ist erfolgreich verlaufen; kann aber aus privaten Mitteln so nicht fortgeführt werden. Vielmehr fordert die Stiftung vom Land Niedersachsen, für diese Kinder ein entsprechendes spezialisiertes Angebot bereit zu stellen. Diese psychologische Förderung kann von den Pädagogen an den Schulen nicht geleistet werden.
   
  Ein Tag für pflegende Angehörige
Seit dem Jahr 2004 ermöglicht ein gemeinsames Projekt der Stiftung „Zeit-Stiften“ und der Diakoniestationen im Kirchenkreis Gifhorn pflegenden Angehörigen einen freien Tag: Jeweils im Herbst werden die pflegenden Ehepartner oder Kinder zu einem Ausflug eingeladen. Sie erleben einen Tag ohne häusliche Belastungen; sie kommen heraus dem Alltag der Krankheit; sie tauschen sich mit anderen aus; sie nehmen für einen Tag eine „Auszeit“ und schöpfen Kraft für die folgenden Tage.
Dabei werden die pflegebedürftigen Angehörigen zu Hause von Kräften der Diakoniestationen versorgt. Das Angebot wendet sich an Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Kirchengemeinden des Kirchenkreises Gifhorn. Bitte nehmen Sie Kontakt auf über die Diakoniestationen.
   
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